leistet seit 24 Jahren durch Planung, Organisation und Durchführung von ärztlichen Hilfseinsätzen in medizinischen Notstandsgebieten der Dritten Welt einen Beitrag zu mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit, zu Völkerverständigung und Frieden.
Der Gründer Pater Dr. Ehlen und die Präsidentin des Kuratoriums Dr. Maria Furtwängler
"Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen: Wenn Sie diese Zeilen lesen, sind 37 Ärztinnen undÄrzte irgendwo unentgeltlich für die Menschen, die sich nicht selber helfen können, für Menschen im Elend, tätig. Sie schenken ihr ärztliches Können und menschliche Hoffnung."
Dr. Bernhard Ehlen hat die Hilfsorganisation "Komitee Ärzte für die Dritte Welt" im September 1983 ins Leben gerufen und hat das Komitee seitdem als Geschäftsführer maßgeblich geleitet. Seit August 1986 ist er Mitglied im vierköpfigen Vorstand des Trägervereins "Ärzte für die Dritte Welt e. V." Er hat alle Projekte gemeinsam mit jeweils einem oder zwei Ärzten grundgelegt, von Frankfurt aus betreut und versorgt sowie wenigstens einmal pro Jahr besucht. Im Jahr 1996 nahm er für die Hilfsorganisation und den Einsatz der Ärztinnen und Ärzte den mit 20.000,00 DM dotierten "Helmut Stickl-Preis" der Deutschen Kinderärzte und im Jahr 1998 den Medienpreis "Bambi for Charity" entgegen. Seit Sommer 2006 hat Dr. Harald Kischlat die Geschäftsführung inne.
Präsidentin des Kuratoriums des Vereins „Ärzte für die Dritte Welt“ ist die Schauspielerin und Ärztin Dr. Maria Furtwängler, hier rechts im Bild bei einem Einsatz in den Slums in Kalkutta, Indien.
Der ärztliche Einsatz versteht sich im Massenelend der Slums als Zeugnis für den Wert und die Würde des einzelnen Menschen, als Engagement für Menschlichkeit. Jährlich gehen über 320 Ärztinnen und Ärzte in unsere derzeitigen Projekte in Indien, Bangladesh, Kenia, Nicaragua und auf den Philippinen, um dort Menschen zu helfen, die sich sonst nie einen Arztbesuch leisten könnten.
Die Anwesenheit von Ärzteteams in diesen trostlosen und menschenunwürdigen Elendsvierteln ist gleichzeitig ein nachhaltiges Zeichen der Solidarität und Hoffnung. Die Ärzte leben und wohnen für die Zeit ihres Einsatzes ebenfalls bei den Slums, nahe ihren Patienten. Alle ärztlichen Mitarbeiter des Komitees sind in den Projekten unentgeltlich tätig. Sie opfern für diese Einsätze zumeist ihren Jahresurlaub und geben selber noch einen Beitrag von mindestens der Hälfte ihrer Flugkosten. Es gibt für sie keinerlei Gehälter, Spesenabrechnungen oder “Aufwandsentschädigungen”.
Durch die kontinuierliche Einbindung der Ärztinnen und Ärzte in bestehende Gesundheitszentren in den Slums und deren Präventivprogramme haben auch kurzzeitige Hilfseinsätze einen Sinn. Durch einheimische Mitarbeiter ist die notwendige Anpassung der Arbeit an die fremde Kultur und Mentalität, an die Sprache und Religion unserer Patienten gewährleistet. Neben dem Einsatz der eigenen deutschen Ärzte werden, teilweise in Zusammenarbeit mit der staatlichen deutschen Entwicklungshilfe, zahlreiche einheimische Gesundheits- und Sozialprojekte unterstützt. In allen diesen Projekten verfügt die Organisation über persönlich vertraute Partner, die die Hilfe für die Armen verlässlich verwalten und abrechnen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit liegt darin, dass alle Beteiligten selbst hautnah Unterprivilegierung, Armut, Not, Missachtung von Menschenrechten und Unrechtsstrukturen in unserer Welt erfahren: wer einmal das Leben der Menschen im Slum geteilt und das Brot der Armen gegessen hat, kommt als ein anderer Mensch zurück.
Die sehr geringen Verwaltungskosten von um die 7% der Gesamtkosten werden durch einen eigenständigen Förderkreis getragen, sodass die Organisation garantieren kann, dass alle Projekt-Spenden ohne Abstriche voll ihrer Arbeit in der Dritten Welt zugute kommen.